Sie gehören längst zur täglichen Kommunikation wie Punkt und Komma – die Emojis. Im E-Mail Marketing kommen sie allerdings bislang nur zögerlich zum Einsatz. Laut unserer aktuellen Auswertung von über 42.000 E-Mails tauchen die Rundgesichter und Symbole in nur rund 6,5 % aller E-Mail Kampagnen auf. Dabei können sie den Ausschlag geben, dass gerade Ihre E-Mail aus den vollen Posteingängen heraussticht.

Sorgen Sie für ein wenig Abwechslung und testen Sie, wie sich Emojis auf den Erfolg Ihrer Kampagnen auswirken. Richtig kombiniert und gepaart mit knackigen Texten, haben sie das Potenzial, Ihre Öffnungsrate zu steigern. In unserem Beitrag liefern wir Ihnen einige Inspirationen aus Newslettern unserer mailworx Kunden.

Exkurs: Vom Urvater des Smileys und einem kulturellen Phänomen

Diesen Juli wäre Harvey Ball, der Erfinder des Smileys, 100 Jahre alt geworden. Mit dem Auftrag, die Stimmung unter der Belegschaft einer Versicherungsgesellschaft aufzuheitern, entwickelte er Anfang der 60er den ersten Smiley, der als Ansteckbutton an die Mitarbeiter verteilt wurde. Ein bisschen albern, oder? Den Angestellten der Versicherung aber gefiel es – und nicht nur ihnen. Bald gingen Bestellungen aus dem ganzen Land ein.

Einzug in die digitale Kommunikation hielt der Smiley, als der Informatiker Scott Fahlmann 1982 mit der Zeichenabfolge von Doppelpunkt, Spiegelstrich und Klammer das erste Emoticon schuf. Dem japanischen Softwareingenieur Shigetaka Kurita ist es dagegen zu verdanken, dass uns nun mehr die ganze Palette an unterschiedlichen Emotionen als Bildsymbole zur Verfügung steht. 176 einfache Symbole waren es zu Beginn. Ursprünglich, kurz vor der Jahrtausendwende, für ein japanisches Mobiltelefonunternehmen umgesetzt, entwickelten sich die Emojis jedoch bald darauf zu einem globalen Phänomen. Heute werden die Emojis nicht nur universell verwendet, sondern auch verstanden. Ihnen zu Ehren wurde ein eigener Welttag eingeführt (World Emoji Day am 17. Juli), es gibt mit emojipedia eine Emoji-Enzyklopädie und sogar einen Film. Emojis spalten die Geister – obwohl sie bei den meisten Menschen äußerst populär sind, lassen sie längst nicht bei allen die Herzchenaugen leuchten.

Was bringen Emojis im Newsletterbetreff?

Ist das der Grund, warum die Mehrheit vor der Verwendung von Emojis im Newsletterbetreff zurückscheut? Sollten Sie unsicher sein, ob die kleinen Symbole bei Ihren Newsletter-Empfängern ankommen, können Sie ganz einfach einen A/B-Split-Test durchführen, um festzustellen, ob die Betreff-Variante mit oder ohne Emoji besser angenommen wird.

Als Anregungen zeigen wir Ihnen hier einige Beispiele aus Kundennewslettern, bei denen die Emojis unseres Erachtens geschickt in den Betreff integriert werden.

Infografik Emojis im Newsletterbetreff

Salamander: Stiefel, Sneaker & Stilettos hinterlassen ihre Spuren

Emojis im Newsletter Beispiel Salamander

Wer Konsumgüter vermarktet, der hat das Glück, aus einer reichen Palette an zum Thema passenden Emojis wählen zu können. Bei Salamander nutzt man diese Möglichkeit, um direkt im Betreff zu veranschaulichen, worum es in der jeweiligen Kampagne geht. Keine schlechte Idee, wie sich anhand der tollen Öffnungsraten zeigt. Natürlich sollte man auch daran denken, dass sich zu viel vom Gleichen irgendwann abnutzt. Salamander experimentiert deshalb mit unterschiedlichen Kombinationen. Aus den hier vorgestellten Betreffzeilen erzielte im Übrigen die Kampagne mit dem Betreff „Trend: BLACK ⚫⚪WHITE & extra 10% auf Online-Sale “ die beste Öffnungsrate.

Diadoro: Ein wenig Schmuck für den Betreff

Emojis im Newsletter Beispiel Diadoro

Der Verbund der Qualitäts-Juweliere in Österreich verpasst dem Newsletterbetreff mit ausgewählten Symbolen den Feinschliff. Nicht nur der Verlobungsklunker sticht sofort ins Auge, auch das 20-jährige Jubiläum wurde mit wenig Aufwand gekonnt in Szene gesetzt. Das erste Beispiel in der Liste zeigt, dass es sich lohnt, wenn man gleich den Mehrwert für den Kunden in der Betreffzeile transportiert – in diesem Fall auch bildlich gesprochen.

GO WINE: Dezente Symbolsprache serviert vom richtigen Absender

Emojis im Newsletter Beispiel Go Wine

Die Betreffzeilen von GO WINE sind ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht immer zu verspielten Emojis greifen muss. Es darf auch ein wenig gediegener sein. Ein paar Pfeile oder Sterne an der richtigen Stelle machen oftmals schon den Unterschied. Auch hier wird wieder klar der Vorteil für den Kunden kommuniziert. Außerdem – und das möchten wir besonders hervorheben – nutzt GO WINE auch den Absender der Kampagne, um zusätzliche Botschaften zu platzieren. Ganz schön clever, finden wir. Übrigens können Sie auch unterschiedliche Absendernamen im Rahmen eines A/B Split Tests ausprobieren und für die optimale Öffnungsrate ins Rennen schicken.

Tante Fanny: Jede Saison hat andere Emojis zu bieten

Emojis im Newsletter Beispiel Tante Fanny

Auch bei Tante Fanny wird der Betreff oftmals mit einem passenden Symbol abgerundet, obwohl sich – bei den generell sehr hohen Öffnungsraten – kein gravierender Unterschied zu Betreffvarianten ohne Emoji herauslesen lässt. Die Symbole haben trotzdem ihre Berechtigung, immerhin sorgen sie für Abwechslung und verdeutlichen auf Anhieb, worum es im Newsletter geht. Ein bisschen handhabt man es hier wie mit den Gemüse- und Obst-Sorten, die gerade Saison haben und deshalb zu tollen Teigrezepten verarbeitet werden. Wenn sich ein Symbol zur Bewerbung eines Anlasses oder Themenschwerpunktes anbietet, darf es gerne im Betreff mitmischen.

Sonnentor: Wortspiele werden mit passenden Emojis gewürzt

Emojis im Newsletter Beispiel Sonnentor

Bei Sonnentor versteht man sich nicht nur auf Gewürze aller Art, sondern auch auf Wortspiele. Gerne kommen diese bereits im Newsletterbetreff zum Einsatz und die Symbole fungieren gewissermaßen als Pünktchen auf dem i. Zusätzlich wird auch die Vorschauzeile genutzt, um zu konkretisieren, worauf sich die Empfänger in der aktuellen Newsletter-Ausgabe freuen können.

Facultas: Der Betreff ist Aufhänger der Geschichte

Emojis im Newsletter Beispiel facultas

Als österreichisches Verlagshaus und Fachbuchhändler für Studien- und Fachliteratur zeigt facultas, dass man Inhalte vor allem interessant aufbereiten muss, wenn sie hängenbleiben sollen. Beim Lesen dieser Betreffzeilen entstehen sofort Bilder im Kopf, nicht nur wegen der Emojis, die beigefügt werden. Einige davon könnten sogar als Titel für einen düsteren Thriller durchgehen. „Gestorben wird täglich 👻⚰️“ klingt so spannend, dass man unbedingt erfahren möchte, was wohl hinter dieser Anmerkung (Oder Drohung? 😱 ) stecken mag.

Wo das Emoji-Latein endet

Natürlich sind die kleinen Rundgesichter auch keine Wunderwuzzis. Nach wie vor kommt es zuallererst auf die Inhalte an! Darauf, dass Sie Ihre Empfänger kontinuierlich mit Ihren Kampagnen überzeugen. Aber wenn Sie in einer Betreffzeile Emojis einstreuen, wirkt das wie eine Art Label, das Ihre Kampagnen als besonders ausweist (sofern Sie diese kontrolliert und sinnvoll einsetzen). Dann riskiert der Empfänger gerne auch einen zweiten Blick, um zu beurteilen, ob das Thema des Mailings für ihn relevant ist.

Natürlich gibt es aber auch einige Einschränkungen bei der Verwendung von Emojis. Von manchen E-Mail Clients werden sie nur als Fragezeichen oder Kästchen dargestellt und in den übrigen sehen sie meist unterschiedlich aus. (In diesem Beitrag haben wir die unterschiedliche Darstellung einige der häufigsten Emojis einander gegenübergestellt.) Weiters sollte man bei der Auswahl darauf achten, ob die Konturen des Symbols überhaupt gut zu erkennen sind und nicht alles zu einem undefinierbaren schwarzen Klecks verschwimmt.

Wie halten Sie es mit Emojis im Newsletterbetreff? Sind Sie bei Ihnen gern gesehen oder doch eher ein No-Go? Wir sind neugierig auf Ihre Meinung!

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